KI-Assistent und Copilot einfach erklärt

Ein KI-Assistent ist ein Werkzeug, das einem Mitarbeiter bei seiner Arbeit zur Hand geht: Es fasst zusammen, schlägt Antworten vor, findet Informationen und erstellt Entwürfe. Der Begriff Copilot stammt von Microsoft und meint dasselbe. Der Mensch bleibt am Steuer und entscheidet, was mit dem Vorschlag passiert. Das unterscheidet den Assistenten vom Agenten, der selbständig handelt.

Der Begriff Assistent beschreibt die Rolle, die KI in den meisten Unternehmen heute sinnvoll einnimmt: Sie arbeitet dem Menschen zu. Ein Assistent liest eine lange E-Mail-Kette und fasst zusammen, er schlägt eine Antwort vor, er findet die passende Stelle im Handbuch, er erstellt einen Entwurf für ein Angebot. Was damit geschieht, entscheidet der Mitarbeiter. Microsoft nennt seine Produkte dieser Art Copilot, andere Anbieter sprechen von Assistenten, gemeint ist dasselbe Prinzip.

Welche Formen es gibt

Allgemeine Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Microsoft 365 Copilot helfen bei beliebigen Aufgaben mit Text und Tabellen. Sie kennen Ihr Unternehmen nicht, es sei denn, man gibt ihnen Dokumente mit. Fachassistenten sind für eine Abteilung oder einen Prozess gebaut: ein Assistent für den Kundenservice, der auf Tickets und Produktdokumentation zugreift, oder einer für die Personalabteilung, der Betriebsvereinbarungen kennt. Sie arbeiten mit RAG auf Ihren Daten und laufen unter Ihren Berechtigungen.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Eine Vertriebsinnendienstkraft öffnet morgens eine Anfrage mit zwölf Positionen in Freitext. Der Assistent im CRM hat sie bereits gelesen, die Artikel erkannt, die letzte Bestellung des Kunden herausgesucht und einen Angebotsentwurf angelegt. Die Mitarbeiterin prüft Preise und Lieferzeit, ändert zwei Positionen und gibt frei. Ohne Assistent hätte sie 40 Minuten gebraucht, mit ihm zehn. Entschieden hat sie, nicht das System.

Was bei der Einführung zählt

Der häufigste Fehler ist, Mitarbeitern einen allgemeinen Assistenten hinzustellen und zu hoffen, dass sie ihn nutzen. Ohne Schulung mit eigenen Beispielen und ohne Zugriff auf Unternehmensdaten bleibt der Nutzen klein, und ohne klare Regeln entsteht Schatten-KI. Erfolgreiche Einführungen beginnen mit einem konkreten Prozess, einer Pilotgruppe und einem Workshop, in dem die Mitarbeiter ihre eigenen Aufgaben mit dem Assistenten durchspielen. Wo ein Assistent nicht mehr reicht, weil Aufgaben ohne Menschen durchlaufen sollen, beginnt das Thema KI-Agent.

Nächster Schritt

Welcher Prozess kostet Sie die meiste Zeit?

Erzählen Sie es in 30 Minuten. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, ob KI dort hilft und was der erste Schritt wäre.